Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft
 

Ziele: Starke Branche. Starke Stimme!“
 

Der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands erhebt die Stimme. Um diese zentrale Branche deutlicher und hörbarer zu machen, vernetzen wir uns in der Bundeskonferenz der Veranstaltungswirtschaft. Hier werden gemeinsame Ziele, zentrale politische Ideen und Forderungen formuliert. Die Bundeskonferenz dient dazu, die Branche als eigenständiges Wirtschaftsfeld sichtbar zu machen und ihre globale Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern, um zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen und zu festigen.
Die Corona-Pandemie führte zum Veranstaltungsverbot. Und das hat für die betroffene Branche zu massiven Umsatzeinbußen geführt, die unzählige Akteure und Betriebe in existenzielle Not gebracht haben. Es drohen unverschuldete Insolvenzen, Expertise-, Fachkräfte- und Arbeitsplatzverluste. Das alles kann nur durch entschiedenes politisches Handeln verhindert werden. Genau dafür wird die Bundeskonferenz weitere, konstruktive Vorschläge formulieren und einbringen.

Politische Forderungen für den Wirtschaftszweig

Am 28. Oktober 2021 haben die rund 300 Teilnehmer der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft, welche dieses Jahr in hybrider Form erstmals in Berlin stattfand, die politischen Forderungen für den 6. größten Wirtschaftszweig formuliert. Finanzstaatssekretärin Bettina Hagedorn nahm in diesem Rahmen den Forderungskatalog entgegen.

Der Katalog besteht aus 33 politischen Forderungen an die neue Regierung. Schon die fünf wichtigsten Ansprüche zeigen die fortbestehenden Probleme der Branche, trotz der bisherigen Hilfsbemühungen der Regierung.

Die erste Forderung ist die Anpassung des Überbrückungsprogramms. Um der Veranstaltungswirtschaft eine Perspektive zu geben, soll dieses bis sechs Monate über das Ende aller Covid-19-Einschränkungen hinweg verlängert werden. Als zweites soll die Neustarthilfe ebenfalls verlängert werden auf über sechs Monate nach Krisenende. Schließlich haben Veranstaltungen einen Planungsvorlauf von bis zu zwölf Monaten, bevor eigene Umsätze für eine Stabilisierung sorgen können. Derzeit ist die Neustarthilfe zu gering und liegt unter Mindestlohn und Existenzminimum. Drittens wird die geplante Beendigung der Kurzarbeit am 31. Dezember 2021 zu weitreichenden Kündigungen ab Herbst führen.

Wegen der andauernden Planungsunsicherheit fordert die Bundeskonferenz eine Verlängerung der Kurzarbeit ebenfalls bis sechs Monate nach Beendigung aller Corona-Beschränkungen. Das beinhaltet den vereinfachten Zugang, die erhöhten Sätze und die Übernahme von 100 Prozent der Sozialversicherungskosten – auch über das Corona-Ende hinaus. Viertens muss es einen „Marshallplan“ für die Branche geben. Dieser muss ein Investitionsprogramm für Neustart und Ausfallkosten beinhalten. Fünftens wird ein Regierungsbeauftragter für die Branche verlangt, nach dem Vorbild des Beauftragten für Tourismus und Mittelstand.

Vertreterinnen und Vertreter der Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft
Auf der Bundeskonferenz wurden elf Vertreterinnen und Vertreter gewählt, die die Bundeskonferenz Veranstaltungswirtschaft gegenüber Regierungsstellen repräsentieren sollen. Weiterhin widmen sie sich der Aufgaben, die Branche mit ihren über 150 Berufsgruppen und entsprechend über 120 Verbänden und Organisationen weiter zusammenzubringen.

Warum: die Veranstaltungswirtschaft

Mit rund 81 Milliarden Euro Umsatz im Jahr (vor Corona) und 130 Milliarden Euro Umsatz inklusive der Peripherieumsätze ist die Veranstaltungswirtschaft der sechstgrößte Wirtschaftszweig Deutschlands, der auch den wirtschaftlichen Erfolg benachbarter Branchen wie dem Gastgewerbe oder der Reisebranche unterstützt.

Die Veranstaltungswirtschaft bringt nicht nur Kulturveranstaltungen und Konzerte auf die Bühne, sie sichert auch Deutschlands Rolle als einer der Top-3-Messestandorte weltweit. Mit Messen, Kongressen und Wirtschaftsveranstaltungen. 

Über 1,1 Millionen Erwerbstätige arbeiten direkt in der Branche. Insgesamt sind rund zwei Millionen Arbeitsplätze direkt und indirekt von ihr abhängig.

 

Die Branche vereint Akteure jeglicher Größe: Unternehmen, Klein- und Kleinstbetriebe, Freiberufler*innen und Soloselbstständige.

88 Prozent aller Veranstaltungen sind wirtschaftsbezogene Veranstaltungen, wie Produktpräsentationen, Kongresse, Hauptversammlungen und Businessevents. Sie sind der zweitwichtigste Vertriebskanal deutscher Unternehmen. Hinzu kommen global relevante Anlässe wie Klimakonferenzen, Weltwirtschaftsforen oder G-7-Gipfel.

50 Prozent aller Reisen nach Deutschland haben Geschäftsveranstaltungen zum Ziel.

Der lang verhängte und andauernde Event-Lockdown hat die Position der deutschen Veranstaltungswirtschaft als Weltmarktführer geschwächt.

Wie: die Bundeskonferenz

Die Bundeskonferenz der Veranstaltungswirtschaft vernetzt die Akteure der Branche – vom Soloselbstständigen über Technikdienstleister, Eventagenturen und Caterer bis hin zu großen Verbänden und Initiativen.

Die Bundeskonferenz ist eine organisationsübergreifende breite Plattform, in der die Branche in einem Teilhabeprozess ihre gemeinsamen Interessen bündelt und gemeinsame politische Forderungen formuliert.

Der Auftakt zur Bundeskonferenz 2021 fand am 22. Juni statt. Die Startveranstaltung war der Beginn der weiteren inhaltlichen Arbeit.

Gründung und Teilhabe

Der Auftakt  |  Der Politik-Talk

Ihre Stimme: für die Branche

Ihre Stimme: für die Branche

Die Veranstaltungswirtschaft muss näher zusammenrücken, ihre Interessen bündeln und gemeinsam politische Forderungen formulieren.  Nur so werden wir in Zukunft gehört. Ich unterstütze diese Initiative.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung. 

Die Unterstützer